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04.07.2019

Lebenswirklichkeit der Menschen berücksichtigen

Gemeinde Algermissen nimmt zur Radverkehrsplanung des Landkreises Stellung.

Die Gemeinde Algermissen hat zu den ersten Überlegungen des Landkreises Hildesheim zur Radverkehrsplanung deutlich Stellung bezogen.

Bürgermeister Wolfgang Moegerle begrüßt, dass das Fahrrad in das Zentrum moderner Mobilitätssysteme rücken soll. Dafür seien aber gerade für Kommunen, die am Rande eines Landkreises liegen, besondere Problemlagen zu berücksichtigen. Der Landkreis Hildesheim liege nicht als Solitär im südniedersächsischen Raum sondern ist nur ein Teilraum. „Die Menschen sind nicht bereit zu akzeptieren, dass Verwaltungsgrenzen sie in der Umsetzung ihrer Lebenswirklichkeit einschränken oder behindern“, so Moegerle. Hierfür sei besonders wichtig, zum Teil geringe Lückenschlüsse zwischen Gebietskörperschaften und Grundzentren in den Blick zu nehmen.

Insofern begrüße die Gemeinde Algermissen die Verwendung der Begrifflichkeit „Alltagsradverkehr“. Daraus ergibt sich aus Sicht der Gemeinde Algermissen aber auch zwingend die konsequente Beachtung dieses Alltages der Menschen.

Daher sei die fehlende Berücksichtigung von Grundzentren außerhalb des Landkreises Hildesheim nicht akzeptabel. Für die Gemeinde Algermissen gelte, dass es intensive Beziehungen in die Stadt Laatzen (siehe Diskussion um den Radweg Bledeln – Ingeln-Oesselse), die Stadt Sehnde und in die Gemeinde Hohenhameln gibt. Dies manifestiere sich auch in der engen Zusammenarbeit im europäischen Förderverbund ILEK Börderegion mit den Gemeinden Harsum und Hohenhameln und der Stadt Sehnde.

Im Wunschliniennetz müssen darum aus Sicht der Gemeinde Algermissen auch die Städte Laatzen und Sehnde sowie die Gemeinde Hohenhameln aufgenommen werden. Außerdem müsse das Radverkehrskonzept intensiv mit den umliegenden Landkreisen und der Region Hannover abgestimmt werden. „Hier ist aus unserer Sicht zwingend, eine lebensnahe und alltagstaugliche Verflechtung und Vernetzung zu schaffen“, so Bürgermeister Moegerle weiter. Beispielhaft nennt er hier, dass die Schaffung eines Radweges an der L411 von Sehnde über Groß Lobke (Gemeinde Algermissen) nach Clauen (Gemeinde Hohenhameln) bereits in die Mittelfristplanung des Landes Niedersachsen aufgenommen wurde, weil hier offensichtlich eben diese Verflechtung und Vernetzung als sinnvoll angesehen wird.

Aus Sicht der Gemeinde Algermissen muss als Grundgedanke eines Radverkehrskonzeptes auch deutlich verankert sein, dass die Radwegeverbindungen innerhalb einer Gemeinde allen Ortschaften einen Zugang zum Grundzentrum schaffen. Nur so kann das Grundzentrum seine ihm eigenen Aufgaben auch erfüllen. Eine Nichtanbindung der Ortschaften Groß Lobke, Ummeln und Wätzum sei daher nicht akzeptabel.

Die Gemeinde Algermissen begrüßt den Grundgedanken, dass Radwegeverbindungen nicht immer parallel zu klassifizierten Straßen geführt werden müssen. Gleichwohl muss der bereits angesprochene Gesichtspunkt einer möglichen sozialen Kontrolle berücksichtigt werden.

 

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Wolfgang Moegerle »
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