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22.10.2026

Ausfall der S4 in 2027: Gemeinden Harsum, Algermissen und die Stadt Sehnde fordern Überprüfung und Vorlegung eines tragfähigen Konzeptes

Gemeinsam haben die amtierenden und neu gewählte/n Bürgermeister/in der Gemeinden Harsum und Algermissen und der Stadt Sehnde einen Brief bezüglich des Ausfalls der S-Bahn-Linie S4 im Jahr 2027 verfasst und an die DB InfraGo, die S-Bahn Hannover und die Region Hannover geschickt. Hierin wird die kritische Überprüfung des Ausfalls der S-Bahn-Linie S4 und die Vorlegung eines tragfähiges Ersatz- bzw. Verstärkungskonzept gefordert, dass eine Überlastung der übrigen Verbindungen zwischen Hildesheim und Hannover, insbesondere die der S-Bahn-Linie S3 verhindert.

Weiter heißt es in dem Brief, dass außer Frage stehe, dass umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Schienennetz notwendig sind. Was man jedoch nicht akzeptieren könne, ist eine Planung, bei der die Folgen für die Fahrgäste offenbar nachrangig behandelt werden und dass die Menschen vor Ort die Konsequenzen tragen müssen. Der Verzicht auf einen angemessenen Ersatzverkehr und die Fahrgäste stattdessen auf bestehende Zugverbindungen zu verweisen, stelle keine annehmbare Lösung dar, auch da unbekannt ist, ob diese Züge die zusätzlichen Fahrgäste überhaupt zuverlässig aufnehmen können.

Die Bevölkerung der Stadt Sehnde sowie die der Gemeinden Harsum und Algermissen sind auf eine gut funktionierende S-Bahn-Linie S3 angewiesen. Hierauf ist  bereits im Jahr 2026 häufig kein Verlass gewesen. Die S4 ist eine wichtige Verbindung für Pendlerinnen und Pendler aus der Stadt Hildesheim nach Hannover. Durch den Ausfall der S4 und einen fehlenden adäquaten Ersatz, wird befürchtet, dass es auf der ohnehin bereits ausgelasteten Linie S3 zu überfüllten Zügen kommen wird. Eine solche Situation über Monate hinweg sei nicht hinnehmbar und widerspreche dem Bestreben die nachhaltige Verkehrswende zu fördern, die den ÖPNV als klimafreundliche und zuverlässige Alternative braucht.

Sollte es tatsächlich zu dem Ausfall der S4 zwischen Hannover und Hildesheim kommen, ist der ganztägigen Einsatz von Verstärkerzügen auf der S3 zwingend erforderlich. Der Einsatz der S3 ausschließlich in Zweiertraktion sollte selbstverständlich sein.

Daher bitten die drei Kommunen die Verantwortlichen nachdringlich darum, eine Lösung zu finden, die den Anforderungen an einen verlässlichen ÖPNV für Pendlerinnen und Pendler gerecht wird.

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