Hilfsnavigation
Seiteninhalt
20.04.2026

Erste Schritte für ein mögliches Nahwärmenetz in Lühnde: Probebohrungen starten

Lühnde könnte einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Wärmeversorgung machen:

In den kommenden Wochen sollen im Ortsteil zwei geologische Probebohrungen durchgeführt werden. Ziel ist es, die Untergrundverhältnisse zu untersuchen und herauszufinden, ob sich die Region für den Aufbau eines sogenannten „kalten Nahwärmenetzes“ eignet.

Dabei handelt es sich zunächst ausdrücklich um eine reine Erkundungsmaßnahme. Eine Entscheidung über die tatsächliche Umsetzung eines Wärmenetzes ist damit noch nicht verbunden. Vielmehr sollen die Untersuchungen eine fundierte Grundlage für mögliche weitere Planungen schaffen.

Geplant sind zwei vertikale Bohrungen mit einer Tiefe von jeweils rund 200 Metern. Diese werden voraussichtlich auf dem Schulgelände – möglichst im Randbereich – sowie auf dem Schützenplatz durchgeführt. Neben den eigentlichen Bohrarbeiten umfasst das Vorhaben auch die Einrichtung der Baustellen, den Einsatz der erforderlichen Technik sowie eine anschließende fachliche Bewertung der Ergebnisse.

„Wir wollen in Lühnde frühzeitig prüfen, welche Möglichkeiten es für eine klimafreundliche und zukunftssichere Wärmeversorgung gibt“, erklärt Bürgermeister Frank-Thomas Schmidt. „Die Probebohrungen sind dafür ein sinnvoller erster Schritt. Sie liefern uns die notwendigen Daten, um überhaupt beurteilen zu können, ob und wie ein solches Projekt vor Ort realisierbar wäre.“

Auch in der Verwaltung wird das Vorhaben als wichtige Grundlage für zukünftige Entscheidungen gesehen. „Es ist uns wichtig, zunächst belastbare Erkenntnisse über die geologischen und hydrogeologischen Voraussetzungen zu gewinnen“, betont Jennifer Szczepanski, Fachdienstleiterin für Gebäude- und Grünflächenmanagement der Gemeinde Algermissen. „Erst auf dieser Basis kann seriös geprüft werden, ob ein kaltes Nahwärmenetz technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.“

Ein kaltes Nahwärmenetz nutzt die im Boden gespeicherte Energie und verteilt diese über ein Leitungssystem an angeschlossene Gebäude. Dort wird die Temperatur mithilfe von Wärmepumpen auf das benötigte Niveau angehoben. Solche Systeme gelten als besonders klimafreundlich und können langfristig zu einer unabhängigen und stabilen Wärmeversorgung beitragen.

Für die geplanten Bohrungen liegen bereits alle notwendigen Voruntersuchungen vor. Auch die Prüfung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst hat ergeben, dass kein Handlungsbedarf besteht. Die genauen Bohrpunkte werden vor Beginn der Arbeiten vor Ort abgestimmt, um die Eingriffe so gering wie möglich zu halten.

Die Gemeinde betont, dass mit den Probebohrungen noch keinerlei Vorfestlegung getroffen wird. Vielmehr gehe es darum, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und transparent abzuwägen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen auch weiterhin über die nächsten Schritte informiert werden.

Sollten die Ergebnisse der Untersuchungen positiv ausfallen, könnten sie die Grundlage für weitergehende Planungen bilden. Ob es tatsächlich zu einem Nahwärmenetz in Lühnde kommt, wird jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Mit den Probebohrungen setzt die Gemeinde ein klares Zeichen: Die Zukunft der Energieversorgung wird aktiv gestaltet – mit Augenmaß, Fachwissen und dem Blick auf nachhaltige Lösungen.

Kontakt

Bauamt der Gemeinde Algermissen »
Marktstraße 7
31191 Algermissen
Telefon: 05126 910042
E-Mail oder Kontaktformular

Öffnungszeiten Rathaus


Montag: 08:30 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Dienstag: Termine nur nach Vereinbarung
Mittwoch: 08:30 - 12:00 Uhr
Donnerstag: Termine nur nach Vereinbarung
Freitag: Termine nur nach Vereinbarung

Online-Terminbuchungen                          

 

Elster