Im Waldgebiet Hassel, nordwestlich der Ortschaft Bledeln in der Gemeinde Algermissen, wurden kürz-lich umfangreiche Pflegemaßnahmen durchgeführt. Der Eingriff war eine seit Ende 2024 geplante Maßnahme zur Schadens- und Gefahrenbeseitigung, die in enger Abstimmung mit dem Revierförster umgesetzt wurde. Ziel war es, kranke und instabile Bäume zu entfernen und gleichzeitig die Grundlage für eine gesunde Weiterentwicklung des Waldes zu schaffen. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) war von Beginn an involviert und hat die Maßnahme ausdrücklich bestätigt.
„Der Eingriff war notwendig, um die Sicherheit im Wald zu gewährleisten und gleichzeitig die Grundlage für einen stabilen Waldbestand der Zukunft zu schaffen“, erklärt Bürgermeister Frank-Thomas Schmidt. „Gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Schäden durch Krankheiten und Klimaveränderungen müssen wir unseren Wald verantwortungsvoll pflegen.“
Wichtig ist dabei: Es handelte sich nicht um eine forstwirtschaftliche Nutzung des Waldes, sondern ausschließlich um die Entnahme geschädigter Bäume. Gefällt wurden lediglich kranke, abgestorbene oder stark geschwächte Exemplare. Gesunde und stabile Bäume wurden bewusst erhalten, um den zukünftigen Bestand zu sichern.
Aufgrund der stark geschädigten Eschen – viele Stämme waren instabil und drohten beim Fällen zu zerreißen – musste ein Harvester eingesetzt werden. Diese moderne Forstmaschine erlaubt es, Bäume aus der geschützten Kabine heraus zu fällen, zu entasten und zu schneiden, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Stämme unkontrolliert zerbrechen und Arbeitende gefährden.
Ein wesentlicher Grund für den Eingriff ist das seit Jahren in ganz Europa verbreitete Eschentriebsterben. Diese durch einen Pilz verursachte Krankheit befällt vor allem Eschen und schwächt die Bäume zunehmend. Neben Schäden an Trieben und Ästen kommt es häufig auch zu Befall im Stamm- und Wurzelbereich. Dadurch verlieren die Bäume erheblich an Stabilität und können unvermittelt brechen oder umstürzen. Fachinformationen zu dieser Krankheit stellt unter anderem die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe bereit.
Auch im Hassel waren viele Eschen bereits deutlich geschädigt. Zusätzlich wurde bei zahlreichen Bäumen Wurzelbefall festgestellt. In der Folge waren bereits mehrere Bäume umgestürzt oder stark geneigt. Da das Waldgebiet regelmäßig von Spaziergängern genutzt wird – auch wenn dort lediglich Trampelpfade vorhanden sind, bestand ein erhöhtes Sicherheitsrisiko, das durch die Maßnahme reduziert werden musste.
Die Planung und Durchführung der Arbeiten erfolgte in enger Abstimmung mit einem Revierförster der Niedersächsischen Landesforsten, der die Maßnahme fachlich begleitete.
Neben der Gefahrenabwehr hatte der Eingriff auch einen wichtigen waldpflegerischen Effekt. Der Bestand im Hassel war über viele Jahre kaum gepflegt worden und entsprechend sehr dicht gewachsen. In solchen Jungbeständen wird üblicherweise eine sogenannte Läuterung durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine frühe Pflegemaßnahme, bei der schwache, kranke oder unerwünschte Bäume entfernt werden. Ziel ist es, gesunden Zukunftsbäumen mehr Platz, Licht und Nährstoffe zu geben.
„Mit der Maßnahme bekommt der Wald wieder Licht und Raum, damit sich junge und stabile Bäume entwickeln können“, erläutert Jennifer Szczepanski, Fachdienstleiterin für Gebäude- und Grünflächenmanagement der Gemeinde Algermissen. „Damit schaffen wir die Grundlage dafür, dass sich der Bestand langfristig gesund und widerstandsfähig entwickeln kann.“
Die Maßnahme dient somit sowohl der Sicherheit im Wald als auch der langfristigen Entwicklung eines gesunden und stabilen Bestandes, der sich nun unter verbesserten Bedingungen weiterentwickeln kann. Es wird noch darauf hingewiesen, dass eine eigenmächtige Entnahme von Holz aus dem Waldgebiet nicht gestattet ist. Das im Bestand befindliche Holz steht im Eigentum der Gemeinde Algermissen. Eine Entnahme ist nicht vorgesehen und aufgrund der derzeitigen Brut- und Setzzeit ohnehin unzulässig.
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