Wie lief der Fußverkehrs-Check ab?
Bereits beim öffentlichen Auftaktworkshop im August 2025 wurde deutlich, dass das Thema Schulwegsicherheit für viele Bürgerinnen und Bürger eine zentrale Rolle spielt. Gemeinsam wurden wichtige Problemstellen identifiziert und entsprechende Routen für die Begehungen festgelegt.
Ende September 2025 war es dann soweit: Bei Begehungen in Lühnde und Algermissen wurden die Gegebenheiten vor Ort genauer unter die Lupe genommen. Dabei lag der Fokus auf den Gefahrenstellen an den Hauptverkehrsstraßen, unübersichtlichen Knotenpunkten und dem Fehlen sicherer Querungsmöglichkeiten. In Lühnde wurden dabei die Grundschulkinder bei einer Zusatzbegehung direkt beteiligt, um auch deren Perspektive ungefiltert zu erfassen.
Insgesamt wurden zahlreiche Hinweise und Anregungen gesammelt und von der Planungsgesellschaft RV-K ausgewertet. Sie bildeten die Grundlage für den Abschlussworkshop, der im November 2025 stattfand. Dort wurden die Maßnahmenvorschläge präsentiert, diskutiert und bewertet.
Seit Januar 2026 liegt nun der abschließende Bericht vor, der die Dokumentation des Vorgehens und die Erläuterungen zu den Ergebnissen beinhaltet. Zusätzlich erhält die Gemeinde Algermissen eine eigens für den Fußverkehrs-Check angefertigte digitale Karte, die eine Übersicht über die Begehung und die Maßnahmen liefert. Der Bericht und die Karte können Sie hier einsehen:
Abschlussbericht Fußverkehrs-Check
Karte Fußverkehrs-CheckDie Gemeindeverwaltung startet direkt mit der Umsetzung
Einige Maßnahmen sind bereits für 2026 eingeplant. So soll der barrierefreie Ausbau der Bushaltestelle „Lühnde Am Brink“ (P06) noch dieses Jahr in die Umsetzung gehen. Für die Bushaltestelle „Lühnde Schachtweg“ (PP02) und den fußverkehrsfreundlichen Umbau der Straße Bolzumer Tor (P01, S01) beginnt 2026 die Planungsphase. In Algermissen wird 2026 an der Einmündung Schulstraße/Kranzweg die Erweiterung des Fußwegs mit der damit einhergehenden Fahrbahneinengung der Schulstraße getestet und bei positiver Bewertung im Jahr 2027 mit der grundhaften Sanierung der Schulstraße umgesetzt (P15). Zudem ist geplant, im gesamten Gemeindegebiet die wichtigsten Überquerungsstellen bezüglich Bordsteinabsenkungen und taktilen Elemente systematisch zu überprüfen und bei Bedarf auszubauen (P07).
Einen Teil der Maßnahmen kann die Gemeinde Algermissen nicht selbst oder nicht ohne Rücksprache mit dem Straßenbaulastträger oder der Verkehrsbehörde durchführen. Hier braucht es grundsätzliche Absprachen und Einschätzungen, die nun, mit den Empfehlungen des Fußverkehrs-Checks im Gepäck, durch die Gemeindeverwaltung eingeholt werden können.
Zudem gibt es Maßnahmen, die einen längeren Planungsprozess benötigen und für deren Umsetzung weitere Untersuchungen notwendig sind. Diese will die Gemeindeverwaltung nun anstoßen. Hier und bei den anderen Maßnahmen ist dabei natürlich stets zu beachten, dass die Umsetzung nur möglich wird, wenn ausreichende personelle und finanzielle Mittel bereitstehen.
Der Fußverkehrs-Check liefert neben konkreten Maßnahmenempfehlungen auch Musterlösungen und Ratschläge, die auf andere Ortsteile oder Stellen übertragbar sind. Dies soll nun geprüft werden, um so die gesamte Gemeinde langfristig für alle Zufußgehenden attraktiv und sicher zu gestalten.
Hintergrund zum Fußverkehrs-Check
Die Gemeinde Algermissen gehört zu den 10 Kommunen in Niedersachsen, die 2025 eine finanzielle Unterstützung für die Untersuchung des Fußverkehrs erhalten. Die Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), die MOBILOTSIN koordiniert den Ablauf des Fußverkehrs-Checks. Die Mittel stammen vom Land Niedersachsen.
Fußverkehrs-Checks sollen dazu beitragen, sichere, barrierefreie und attraktive Fußwege zu schaffen und den Fußverkehr stärker in das Bewusstsein von Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung zu rücken. Für die Gemeinde Algermissen ist die Durchführung des Fußverkehrs-Checks ein wichtiger Schritt zur strategischen Förderung nachhaltiger Mobilität.
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