Im Hort Fruchtbande drehte es sich in der Woche vom 10.11. bis 14.11.25 alles um ein wichtiges Thema: „Privatzonen und Selbstbestimmung“.
Mit Hilfe der sogenannten Privatzonenaufsteller, einfache Figuren ohne Geschlecht und Alter, lernten die Kinder, dass jeder Mensch selbst bestimmen darf, wer ihn wie und wann berühren darf.
Die Erzieher_innen erklärten zunächst, warum es so wichtig ist, auf das eigene Gefühl zu hören. Manche Kinder brauchen mehr Stärkung, andere mehr Schutz – doch für alle gilt: „Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, darfst du jederzeit Nein sagen“.
Anschließend wurde es praktisch: Die Kinder bekamen Klebepunkte in drei Farben. Die Farben standen für unterschiedliche Gefühle und Empfindungen:
Grün steht für Berührungen, die sich gut anfühlen, zum Beispiel eine Umarmung von Mama und Papa.
Gelb symbolisiert Körperbereiche, die je nach Situation oder Person unterschiedlich empfunden werden, manchmal kitzlig, manchmal unangenehm oder angenehm.
Rot steht für Körperbereiche, die sich nicht gut anfühlen und die niemand ohne Erlaubnis anfassen darf.
Mit großer Freude klebten die Kinder die farbigen Punkte auf die Aufsteller und erklärten, warum sie welche Farbe wohin gesetzt hatten. Die Erzieher_innen betonten dabei immer wieder: „Privatzonen sind individuell – jedes Kind fühlt anders und jedes Kind darf das sagen.“ Die Kinder klebten die farbigen Punkte in einem geschützten Rahmen auf, jeweils einzeln und ohne andere Kinder direkt um sich herum, damit jedes Kind ungestört seine eigenen Entscheidungen treffen konnte.
Nachdem alle Klebepunkte verteilt waren, lasen die Erzieher_innen gemeinsam mit den Kindern das bekannte Kinderbuch „Mein Körper gehört mir“. Das Buch knüpft unmittelbar an die vorherige Übung an und vermittelt den Kindern in kindergerechter Sprache, dass ihr Körper ganz allein ihnen gehört.
Die Kinder hörten aufmerksam zu und kommentierten immer wieder Situationen aus dem Buch oder stellten Fragen dazu. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie man erkennt, wenn sich etwas nicht gut anfühlt, und wie wichtig es ist, Hilfe zu holen und Nein zu sagen.
Zum Ende hin fassten die Kinder das Gelernte zusammen. Gemeinsam riefen sie laut und stolz: „Mein Körper gehört mir! Nein heißt Nein!“
Die Kombination aus Klebepunkten, Gesprächen und dem Buch vermittelte den Kindern auf besonders einprägsame Weise, dass ihre Gefühle wichtig sind und dass ihr Nein immer zählt.
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