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Kinder und Politik und so...

Kinder sind neugierig. Sie interessieren sich nicht nur für Süßigkeiten, Spielzeug und Spaghetti. 😉 Politik, Berufe und das Gemeinwohl beschäftigen Kinder ebenso, wie viele andere Themen auch.

So haben sich eine Erzieherin und vier Kinder aus dem Hort Sonnenschein am 25. November auf den Weg ins Rathaus in Algermissen gemacht, um unseren Bürgermeister Frank-Thomas Schmidt zu interviewen.

Yannick (1. Klasse), Leni (2. Klasse), Emil (3. Klasse), Liana (4. Klasse) und ihre Erzieherin wurden herzlich im Rathaus von Herrn Schmidt empfangen. Alle durften an dem großen Besprechungstisch im Büro des Bürgermeisters Platz nehmen. Als Erstes stach den Kindern natürlich der große Süßigkeitenteller in der Mitte des Tisches ins Auge.

Die Kinder hatten sich im Vorfeld gut vorbereitet. Jedes Kind hatte einen Zettel mit den Fragen, die es stellen wollte.

Leni hat den Anfang gemacht: „Warum wolltest du Bürgermeister werden?“ Herr Schmidt berichtete, dass er bereits zuvor lange im Rathaus gearbeitet habe. Leider ist der vorherige Bürgermeister, Herr Moegerle, dann verstorben. Herr Schmidt wollte, dass die Arbeit weitergeführt wird, und hat sich zur Wahl aufstellen lassen.

Lenis nächste Frage: „Welche Aufgaben gibt es in deinem Beruf? “ Der Bürgermeister erklärt, dass man sich das Rathaus wie einen Betrieb oder eine Firma vorstellen kann und dass er gucken muss, dass im Betrieb alles läuft. 160 Mitarbeiter*innen helfen ihm dabei. Dazu gehören nicht nur die Mitarbeiter*innen im Rathaus, sondern auch das Personal vom Bauhof, der Schule, den Kitas, den Horten u. v. m. Die Hauptaufgabe ist es, zu schauen, was die Gemeinde braucht. Braucht die Gemeinde z. B. neue Kitaplätze, Baugebiete oder Ärztehäuser…? Wenn das durch Umfragen oder Erfahrungen herausgefunden wurde, bringt Herr Schmidt das auf den Weg.

Als nächstes stellt Yannick seine Fragen: „Warum gibt es in Algermissen keinen Zebrastreifen?“ In Algermissen gibt es drei Fußgängerampeln, erzählt uns Herr Schmidt. Eine befindet sich direkt vor dem Rathaus. Ob Ampeln oder Zebrastreifen angeschafft werden, wird nicht vom Bürgermeister entschieden. Hierfür ist der Landkreis Hildesheim zuständig. Es muss eine gewisse Anzahl an Autos auf derselben Straße entlangfahren, damit es eine Ampel oder einen Zebrastreifen gibt. „Wie viel verdient man als Bürgermeister?“ Das Gehalt eines Bürgermeisters hängt von der Größe der Gemeinde ab. „Wie viel hat das Rathaus gekostet?“ Diese Frage konnte Herr Schmidt nicht beantworten, aber er berichtet, dass das Rathaus circa 150 Jahre alt ist. Wenn man es heute bauen würde, würde es mehrere Millionen Euro kosten.

Nun ist Emil mit seinen Fragen an der Reihe. „Warum gibt es im Alpeblick keinen Blitzer?“ Die Gemeinde ist nur berechtigt, digitale Tafeln aufzustellen, die die Geschwindigkeit messen. Herr Schmidt wäre offen dafür, im Alpeblick für eine gewisse Zeit eine aufstellen zu lassen, wenn die Kinder meinen, dass es nötig sei. „Kann ein Skaterpark gebaut werden?“ Der Kinder- und Jugendbeirat hat bereits ein Modell für eine Skaterbahn erstellt und wird sie dem Gemeinderat vorstellen. So etwas kostet sehr viel Geld. Herr Schmidt kann nichts versprechen, aber es wird daran gearbeitet.

Emil möchte wissen: „Wie viele Menschen haben dich gewählt?“ Alle Bürger*innen ab 16 Jahren, die der Gemeinde Algermissen angehören, durften wählen. Es standen zwei Kandidaten zur Wahl. Es haben circa 2.000 Bürger*innen gewählt. Herrn Schmidt wählten knapp 78 %.

Liana hatte reges Interesse am Privatleben von Herrn Schmidt.  „Wie alt bist du?“ „Das ändert sich doch jedes Jahr.“, sagte der Bürgermeister. 😉 (Die aktuell richtige Antwort lautet 64.) „Hast du Kinder?“ Ja, drei erwachsene Kinder.

„Was sind deine Hobbys?“ Herr Schmidt liest gerne und interessiert sich für Fußball. Er geht gerne joggen und beschäftigt sich gern mit Geschichte (dass Yannick meint, Herr Schmidt sei zu alt für Fußball, haben wir dezent überhört 😊). „Was isst du gerne?“ Alles. Besonders gerne Pizza, Nudeln, Braten, Wild und Süßigkeiten (Waren die Süßigkeiten auf dem Tisch doch nicht für die Kinder? 😉). „Magst du Kaffee?“ Ja (steht auf dem Tisch).

Leni ist noch einmal am Zug. „Warum möchtest du mit deinem Job aufhören?“ Herr Schmidt glaubt, er sei alt genug, um aufzuhören. Er hört immer wieder „Die Alten wollen immer alles bestimmen.“ Jetzt sollen die Jungen auch mal bestimmen.

„Was möchtest du machen, wenn du in Rente bist?“ Unser Bürgermeister möchte sich in Zukunft mit Geschichte befassen. Er schwärmt vom Naturkundemuseum in Berlin und den Dinosaurierskeletten, die es dort gibt. Außerdem möchte er mehr Sport machen.

Die letzte Frage des Interviews stellen alle vier Kinder gemeinsam… 3…2…1:

„Magst du Interviews?“ 😉 Herr Schmidt steht dem neutral gegenüber. Aber manchmal findet er sie blöd, weil er nur „ausgehorcht“ wird, und manchmal macht es ihm auch viel Spaß. So wie mit uns.

Der Bürgermeister war überrascht, wie viele tiefgründige Gedanken die Kinder haben und was sie so alles interessiert.

Das Interview mit Herrn Schmidt hat den Kindern viel Spaß gemacht.

Zum Abschied übergaben die Kinder noch eine Packung Merci und ein selbstgemachtes Bild vom Rathaus als Dankeschön.

Einen Tag später bekamen die Kinder eine E-Mail von Herrn Schmidt mit dem aufgehängten Bild im Büro. Über diese Wertschätzung haben die Kinder sich sehr gefreut.

Jederzeit wieder, Herr Schmidt!

Autor: Christine Müller, 08.12.2025 

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