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Analog, digital - Wie informieren sich Algermissener?

Forschungsteam von der Universität Hildesheim und der Volkshochschule analysiert Internetnutzung der Bürgerinnen und Bürger in den ländlichen Gemeinden

Wer irgendwo in einem kleinen Dorf fernab der Großstadt lebt, muss sich schnell mal den Vorwurf anhören: Du lebst ja hinter dem Mond. Zumindest früher war das wohl auch so. Vom Dorf aus war der Weg meist lang zu Geschäften, öffentlichen Einrichtungen, kulturellen Angeboten – damit waren auch Möglichkeiten der Informationsbeschaffung eingeschränkt. Heute gibt es das Internet. Und damit einen Zugang zu Nachrichten und Informationen aus aller Welt, selbst aus dem kleinsten Dorf heraus. Theoretisch zumindest.

Ob sich die Menschen im ländlichen Raum – vorausgesetzt, sie haben Anschluss ans Internet – tatsächlich so selbstverständlich im World Wide Web bewegen, soll ein Forschungsprojekt der Uni Hildesheim analysieren. Unterstützt von der Volkshochschule Hildesheim werden Daten und Fakten rund um das Thema der Informationsbeschaffung zusammengetragen und untersucht. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BULE) im Rahmen der Maßnahme „Ländliche Räume in Zeiten der Digitalisierung“ gefördert. Ziel der BULE dabei ist es, die Chancen der Digitalisierung für ländliche Räume zu nutzen. 

Das Forschungsteam hat bei ihrem Projekt den Fokus auf das Thema Informationsbeschaffung gelegt - also, ob die Menschen eher auf analogen Wegen recherchieren oder digital. Wenn sie tatsächlich im Internet auf die Suche nach Antworten gehen, ergeben sich weitere Fragen: Welche Infos werden von den Menschen im Netz gesucht, fühlen sie sich sicher im Umgang mit Suchmaschinen, erkennen sie seriöse Quellen, vertrauen sie Fachleuten oder eher den Nutzern auf den Kanälen der Sozialen Medien?

Um diesen Hintergründen auf die Spur zu kommen, hat das Forschungsteam einen anonymen Fragebogen entwickelt, der Ihnen online zur Verfügung steht (vhs-hildesheim.de/ueber-uns/studie/). Oder Sie scannen einfach den untenstehenden QR-Code mit der Kamera Ihres Smartphones ein und Sie werden zur Umfrage weitergeleitet.

Über die Wichtigkeit des Themas spricht sich auch Projektbefürworterin Ingrid Klipp, Leiterin des Mehrgenerationenhauses im sOfA, aus: „Wir alle sind von der Thematik betroffen, da sich jede Bürgerin und jeder Bürger tagtäglich auf die Suche nach Informationen begibt. Daher nehmen Sie bitte zahlreich an der Umfrage teil. Sie ist der Grundbaustein für den nächsten großen Schritt in Richtung Digitalisierung. Wir dürfen die Chance nicht verstreichen lassen, die Attraktivität unserer Gemeinde und unsere eigene Lebensqualität zu steigern“.

Im Rahmen des Projektes sucht das Forschungsteam momentan nach Partnern, denen eine zufriedenstellende Informationsversorgung ebenfalls ein wichtiges Anliegen ist und bei der Verbreitung des Fragebogens unterstützen können. „Ich freue mich, dass das Mehrgenerationenhaus durch die Partnerschaft einen wertvollen Beitrag zur Forschung, die uns Bürgern zugutekommt, leistet. Daher kann ich andere Vereine aus Algermissen nur dazu anhalten, sich ebenfalls einzubringen und dafür zu sorgen, dass unsere Gemeinde gut aufgestellt ist“, so Klipp.

Wenn die Abfrage beendet ist, machen sich die Experten an die Auswertung. Die Erkenntnisse sollen auf zwei Wegen Verwendung finden: Zum einen soll es einen Leitfaden geben, der den Menschen einen sicheren und kompetenten Umgang mit dem Internet erklärt. Zum anderen soll es Handlungsempfehlungen für Kommunen und Bildungsanbieter geben, mit welchen neuen Angeboten der Wunsch der Bürger nach Informationen befriedigt werden könnte.

Für Fragen zum Projekt und zur Partnerschaft steht Ihnen gerne Frau Köller (koeller@vhs-hildesheim.de) zur Verfügung.

Quellenhinweis: Der Text beruht zum Teil auf wörtlichen Zitaten und Paraphrasen von Ulrike Kohrs (Redakteurin bei der Hildesheimer Allgemeinen).

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