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Landkreis lehnt nach wie vor Tempo 30 vor Kindertagesstätten ab

Noch immer gibt es keinen Durchbruch beim Wunsch der Gemeinde Algermissen nach Tempo 30 vor drei Kindertagesstätten in der Ortschaft Algermissen. Vor allen anderen Krippen, Kindergärten und Schulen im Gemeindegebiet gilt bereits Tempo 30.

„Der Landkreis Hildesheim vertritt eine andere Rechtsauffassung als die Gemeinde Algermissen“, fasst Bürgermeister Moegerle den derzeitigen Sachstand zusammen. Selbst ein weiteres Gespräch zwischen beiden Verwaltungen habe nicht zum Ziel geführt. Dabei habe sich die Gemeinde mit Herrn Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Haller einen Vertreter des renommierten Verkehrsplanungsbüros SHP Ingenieure aus Hannover als Berater an die Seite geholt. „Wir sehen hier die präventive Möglichkeit, die der Gesetzgeber durch die Änderung der Straßenverkehrsordnung 2016 geschaffen hat, als gute Lösung unseres Problems“, so Moegerle weiter. Der Landkreis teile allerdings diese Rechtsauffassung nicht.

Auf Gemeindeebene sind sich alle Beteiligten einig. Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Ortsrat Algermissen, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung ziehen an einem Strang. Um einen Schritt voran zu kommen hat Bürgermeister Wolfgang Moegerle jetzt das Büro SHP Ingenieure mit einer funktionalen Bewertung des Straßennetzes beauftragt. Damit soll geprüft werden, ob eine Erhöhung der Sicherheit der Kinder vor den drei betroffenen Kindertagesstätten „sOfA“, „Kleine Strolche“ und „Villa Regenbogen“ nicht doch noch erreicht werden kann. Wenn der Landkreis als zuständige Straßenverkehrsbehörde sich nicht in der Lage sehe, für kurze Straßenabschnitte Tempo 30 einzuführen, werde jetzt geprüft, ob das gleiche Ziel unter Umständen mit der Einrichtung von Tempo 30-Zonen gelöst werden könne.

Der Unmut bei den Eltern sei vorhanden und aus Sicht des Bürgermeisters gut zu verstehen. „Wir wohnen am Rande der Region Hannover. Dass im Landkreis Hildesheim die Dinge, die in Region und Stadt Hannover präventiv für die schwächsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Straßenverkehr geregelt werden, nicht durchsetzbar sind, fällt vielen Menschen schwer zu begreifen.“ Er sei sich aber nicht sicher, ob Unterschriftensammlungen und ähnliche Aktionen der Eltern und der Politik zu einer Änderung der Rechtsauffassung des Landkreises führen werden. Einigkeit in der Sache könne jedoch nie schaden.

http://www.kinderfreundliche-kommunen.de

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